Via Francigena. The Road to Rome

Italien - Die Vie Francigena im Süden

Auf der geraden Strecke der Appia Antica machst du im Schatten uralter Pinienbäume den ersten Schritt Richtung Osten, zu den Einschiffungshäfen zum Heiligen Land. Du lässt den Säulengang von Benini und den Petersdom hinter dir und beginnst deine Zeitreise auf vor über 2000 Jahren gelegten Steinen. Du schreitest über Gräber und ruinenhafte Denkmäler aus der Kaiserzeit. Rom und seine Randbezirke sind nun schon fast vergessen.

Am Horizont zeichnen sich bereits die Albaner Berge ab. Weinberge, sanfte Hügel und der Ausblick auf den Nemi- und den Albaner See sind Teil deiner zweiten Etappe. 

Versinke in der Stille des Klosters Valviscioli, entdecke die mittelalterlichen Waldwege von Sermoneta und raste unter den hohen Gewölben der Abtei von Fossanova am Rande der Pontinischen Ebene, wo dich der örtliche Dialekt daran erinnern wird, wie nah Kampanien ist. 

Entlang der Monti Ausoni findest du in Terracina Erinnerungen an das antike Rom und das Meer rückt näher. Du gelangst auch auf die Via Appia, die dich auf komplett gepflasterten Abschnitten nach Fontina bringt, das inmitten von Olivenhainen am Fuße der Aurunker Berge liegt. Noch immer auf den Spuren der römischen Legionen, gelangst du schließlich bis nach Santa Maria Capua Vetere. 

Das Ballungsgebiet zwischen Capua und Maddaloni macht die Anstrengung mit dem Anblick des prunkvollen Palastes von Casterta wieder wett, aber die fruchtbare Ebene der Campania Felix (glücklichen Landschaft) weicht bald dem Appenin. Nach Benevento verlässt du die Via Appia und nimmst die Via Traiana. Auf Feldwegen spazierst du in vollkommener Stille zu Füßen des Monti Dauni und in weiter Ferne erblickst du das Adriatische Meer. Du näherst dich Troja, dessen Kirchturm ein Meisterwerk aus der Romantik ist.

Römische Brücken, Meilensteine, die Pflastersteine der Via Traiana im Gold der Ähren und Bauernhöfe, soweit das Auge reicht, prägen deinen Weg im Gebiet Tavoliere, wo die Wege bis ins Unendliche zu reichen scheinen. Das Ziel ist aber schon ganz nah, auch wenn für den mittelalterlichen Pilger Brindisi nur eine Übergangsstelle war, sozusagen Schlussstein der Reise, weil man in dem Hafen in See stach, um sich auf weitere unsichere und gefährliche Reisen zu begeben. Das Endziel war der Osten, das Heilige Land, wo einst alles begann.

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